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Kettlebelltraining nach dem Abendessen. Sehr lehrreich.

Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
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Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.
Ich darf mir vor dem Training nicht den Wanst vollschlagen.

usw.

Als ob ich’s nicht wüsste.

Workshop: Bewegungsqualität testen und verbessern

Wie testet man Bewegungsqualität – und wie lässt sie sich verbessern? Dies war Thema eines Workshops in der Münchener Kraft- und Bewegungsakademie am Wochenende.

Wie testet man Bewegungsqualität – und wie lässt sie sich verbessern? Unter dem etwas sperrigen Titel Einblick in Assessment und Korrektur für Fitnesstrainer fand gestern und heute ein Workshop in der Münchener Kraft- und Bewegungsakademie (KraBA) statt.

Wozu das Ganze?
Wer sich bewegen will, muss in der Lage sein, grundlegende Bewegungsmuster mit geringem Verletzungsrisiko auszuführen. Anders ausgedrückt: was willste rennen, wennze nichtmal ordentlich stehen kannst?
Dazu kommt natürlich, dass gut sein zwar sehr schön ist, besser werden indes – eben besser.

Und wie es bei jedem sinnvollen Prozess Brauch ist, steht an dessen Beginn eine Standortbestimmung. Sie legt Schwachpunkte offen, auf die sich Korrekturmaßnahmen konzentrieren.

Genau darum ging’s.

FMS Screening, Korrektur und Alternativen
FMS – Functional Movement System – ist ein relativ bekanntes Testverfahren für, eben Bewegungsqualität. Es besteht aus sieben leichten Übungen (habe ich leicht geschrieben? Doch, ich stehe dazu.), und dem dazu gehörenden Testkit. Am eigenen und Kollegenleib durchgeführt, lernten wir sie mit kritischem Auge, welches wir auf die jeweiligen Probanden warfen, zu bewerten. Am Ende eines solchen Tests steht wie üblich ein Ergebnis welchselbiges schnurstracks die Frage nach seiner Interpretation und den abzuleitenden Maßnahmen aufwirft.

Also?

Also gilt es, ein zu Tage gefördertes Defizit kann mit Hilfe von Korrekturübungen vermindert werden. Wer Verbesserungen für sich selbst oder einen betreuten Sportler herbeiführen will, kennt die Trickkiste und weiss, welche Korrekturen in welcher Reihenfolgt sinnvoll zum Einsatz kommen.
Wenn es zum Beispiel jemandem an Rumpfstabilität fehlt, braucht er nicht an komplexen Bewegungsmustern feilen. Erst eine solide Basis schaffen.

Nur FMS?

FMS ist eine Marke, ist ein wirtschaftliches Unternehmen – und das so vermarktete Verfahren ist eben nur ein Verfahren.
Wer Robert Rimoczi und Moritz Rammensee kennt (die beiden haben den Workshop durchgeführt), weiß, dass eine Aussage in der Art von das ist FMS, das ist gut, macht das genau so in ihren Workshops nicht vorkommt. Im Gegenteil hinterfragen sie Verfahren, Methoden, und seine Aussagekraft kritisch. Da schwebt der Geist Poppers im Raum, der wissenschaftliche Theorien falsifiziert haben wollte – und natürlich Kant: habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Ohne Schwulst: gerade dann, wenn Begriffe wie Studie oder wissenschaftlich in Marketingbroschüren vorkommen, ist es eine Pflicht, sie nicht unreflektiert zu übernehmen.

Und was lernten wir?

FMS ist gut, aber eben (wer hätt’s gedacht?) auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Es hat ebenso Stärken wie es in einzelnen Punkten Grund zum Zweifel bietet.
Alternativen drängen sich auf, die besser auf einen bestimmten Sport zugeschnitten sind. Weil Robert und Moritz, wie auch die meisten Teilnehmer, die Kettlebellwelt ihr sportliches Zuhause nennen, haben sie vier Übungen zu einem spezifischen Test zusammengestellt. Ich sage bewusst nicht „entwickelt“, denn die Übungen gab’s vorher schon.
Wie gesagt: kritisch-reflektiertes Vorgehen.

Wer die eineinhalb Tage mitgemacht hat, konnte Sonntag Mittag zwei Dinge an sich feststellen: Hirnsausen von der Menge der erhaltenen Informationen. Es gibt ja Leute, die das Gehirn mit einem Muskel vergleichen. Der bekannte Nachbrenneffekt setzte bei mir auf der Heimfahrt ein. Die Muskeln selbst, Sehnen und überhaupt alles war außerdem ziemlich platt. Dabei wollte ich mich noch schonen. Egal.

In meinem Heim wurde ich von meinen Kettlebells freudig begrüßt, so dass ich ihnen gleich zwei neue Beschäftigungen demonstrierte. Mit einer leichten Kugel.

Denn ich will mich schonen.

Mehr Info
Beschreibung des Workshops
KraBA

Best Body Nutrition Maltargo

Der gemeine Läufling ist bei der Wahl seines Pülverchens recht anspruchsvoll. Ist Maltargo aus dem Hause Best Body ein feines Stöffchen?

maltargo3Der gemeine Läufling ist bei der Wahl seines Pülverchens recht anspruchsvoll. Ist Maltargo aus dem Hause Best Body ein feines Stöffchen?

Best Body Nutrition Martargo
Was dem Konsumenten bewusstseinserweiternder Substanzen (vulgo: Drogen; und über die Frage, inwieweit das Bewusstsein erweitert wird oder nicht, wollen wir hier nicht spekulieren) die verschiedenartigen Pülverchen aus südamerikanischen oder fernöstlichen Anbaugebieten sind, bedeuten nährstoffreiche Pülverchen für den Sportler.
Der Läufling weiss trefflich über kurz- und langkettige Kohlehyrate zu parlieren und kennt die Verträglichkeit dieses oder jenes Mittels jenseits der Marathondistanz.

maltargo4Maltodextrin hat sich als Basis für Nahrungspulver etabliert, das im Andro-Shop erhältliche Maltargo bildet keine Ausnahme, besteht es doch zu fast fünfundneunzig Prozent daraus.

Konkret handelt es sich um Maltodextrin 19, also um solches mit einem Dextrose-Äquivalent von 19. Der zum vollen Hundert fehlende Anteil wurde mit 5% MCT-Öl, und Vitaminen aufgefüllt.

Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, die Zusammensetzung kann man ja nachlesen. Viel wichtiger ist mir der Hinweis, dass (bis auf einen winzigen Anteil Natrium) keine Mineralstoffe darin vorkommen. Auf langen Strecken oder in großer Hitze würde ich also Magnesium, Natrium etc. zufüttern. Das ist bei pur gekauftem Maltodextrin übrigens nicht anders.

Ich hatte also Maltargo bestellt, und nach kurzer Zeit erreichte mich eine Dose (vielmehr: ein Eimer) mit Schraubverschluss und Löffel (vielmehr: Schaufel). Knapp vier Kilogramm wollen schließlich untergebracht sein!

maltargo1Test
Ich habe Maltargo sowohl auf längeren Strecken (ab 1,5 h), als auch bei intensiveren Einheiten, vor allem nach dem Kettlebelltraining genutzt. Kürzere, wenig intensive Trainingseinheiten – sagen wir: eine Stunde gemütliches Joggen – scheint es mir wenig sinnvoll, um Sportnahrung auszuprobieren. Schließlich geht das problemlos ohne Essen.

Maltargo lässt sich mit dem Löffel gut dosieren, mein besonderer Dank geht an den Gestalter der Verpackung, der an eine schöne große Öffnung gedacht hat! Bei den ersten Versuchen habe ich mich an die Empfehlung mit ca. 30g je 200 ml Wasser gehalten. Das Pulver löst sich auch ohne großes Rühren gut auf, was mir im Hinblick auf lange Trails wichtig ist, schließlich hat kein Mensch Lust, an jeder Verpflegungsstelle minutenlang mit dem Shaker zu hantieren.
Für die langen Strecken, bei denen es mir um ein klein wenig konstante Nahrungszufuhr zu tun ist, würde ich übrigens deutlich geringer dosieren.
Allen, die gerne mit Handhelds laufen, steht der pragmatische Weg offen: Wasser in die Flasche, Pulver nach Gefühl hinzufügen, der Rest schüttelt sich mit der Laufbewegung zurecht.

In Punkto Geschmack verhält Maltargo sich erfreulicherweise wie die Schweiz in der Politik: neutral.

Fazit
Gut zu verarbeiten, geschmacksneutral, bekömmlich: passt!

Neunzehnhundertsechsundfünfzig

Ach wie romantisch war’s doch früher, als wir noch Wandern sagten. Gemütliche Rast am Wegesrand, ganz anders als heute. Mancherorts scheint die Zeit stehen geblieben.

Ach wie romantisch war’s doch früher, als wir noch Wandern sagten. Schon das Wort „Wandern“ weckt Erinnerungen an die beschaulichen Jahre der Wirtschaftswunderzeit. Die Welt war noch klar aufgeteilt in Ost und West, gut und böse – wobei die jeweilige Zuordnung von der politischen Einstellung abhing. Heimatfilme ließen etliche Marias und Johannes‘ zueinander finden (sie trugen oftmals andere Namen, das Prinzip war stets dasselbe), die sich nicht selten bei einer Wanderung näher kamen.
Auch der Durchschnittsmensch wanderte gerne. Wie Johannes. Oder Maria. Meistens Johannes und Maria, schließlich brauchten sie etwas Zeit für sich alleine.
Man trug Kniebundhosen aus Cord, dazu ein rot-weiß kariertes Hemd. Im Rucksack aus Segeltuch, dem das Sackartige deutlich anzusehen war, fand sich eine zünftige Brotzeit, die zur Rast auf dem ebenfalls karierten Tischtuch (mangels Tisch zum Tuch degradiert) ausgebreitet wurde.

Das war 1956.

Über die folgenden Jahrzehnte änderte sich kaum etwas, eventuell wurde Baumwolle durch Kunstfasern ersetzt, und der Rucksack verlor seine Sackhaftigkeit.

Heute gibt es diese Läuflinge. Sie rasten nicht, sie hasten, denn ihre Zeit ist kostbar, entsprechend selten halten sie zur Brotzeit inne.
Nahrung nimmt man gerne während der Bewegung zu sich.

Dieses Ansinnen steht im Widerspruch zur Sitte der Rast, schließt es doch aus, das man den Rucksack, absetzt. Also bleibt der Rucksack dort, wo er gemäß seiner Bezeichnung hingehört: auf dem Rücken.

Da befindet sich also das Essen.

Und leider ist es dem Menschen nicht gegeben, dort in gleicherWweise zu hantieren wie an der Vorderseite seines Leibes.

Noch bedauerlicher ist, dass sich diese brandneue Verwendung von Rucksäcken bislang nur wenigen Rucksackbauern erschlossen hat. Sie leben wie eh und je das romantische Rasten am Wegesrand.

Wie damals.

Ich stelle mir ein typisches Büro beim Rucksacktischler vor: an der Wand hängt ein Kalender, blockiert im Jahre 1956 wie eine stehen gebliebene Uhr. Das Motiv zeigt – was schon? – eine typische Rastszene. Bergkulisse. Maria und Johannes sitzen, einander anschmachtend, in cordsamtenen Kniebundhosen bei Schwarzbrot und Schinken auf einer grünen Wiese, während im Hintergrund ein Hirsch brünftig röhrt. Der Rucksack, achtlos beiseite gelegt, harrt seiner Wiederaufnahme auf Johannes‘ Rücken.

Wundert sich irgendwer, wenn des Läuflings Bedürfnis nach griffbereiter Nahrung nur selten erfüllt wird? Immerhin, bisweilen ist eine widerwillig angebrachte Netztasche seitlich vorhanden. Um die dort untergebrachten Utensilien zu entnehmen, empfiehlt sich eine ausgerenkte Schulter und ein zweifach gebrochener Arm. Dann würde man zwar immer noch nicht sehen, was in der Tasche ist, käme aber wenigstens dran.

Ich will weder böse Absicht, noch Ignoranz unterstellen. Vielmehr scheint mir diese gewisse Form von Laufrucksäcken Ausdruck eines ernsten Bildungsnotstandes. Es gebricht den Entwicklern an grundlegenden Kenntnissen menschlicher Anatomie.
Wo kommt man mit den Händen bequem hin?

Zur Abhilfe bedarf es keines Hochschulstudiums, in unserem Fall – wir wollen lediglich lernen, wo ein Rucksack Taschen haben kann, an die man schmerzfrei herankommt, ohne ihn abzusetzen – genügt ein Kinderbuch. Grundschule. oder noch jünger.
Noch simpler ist der Selbstversuch. Ich schlage jedem Sackschmied vor, an sich herumzufingern, dann zeigt sich ihm schnell was geht und was nicht. Mutige dürfen ihren Körper gerne auch unterhalb der Gürtellinie erfahren. Dabei entfernen sie sich zwar vom Rucksack, kommen sich dafür aber näher. Oder jemandem anderen, wenn es nicht der eigene Gürtel ist. Johannes trug damals übrigens Hosenträger.

Als ergebnis solcherlei Tuns stellen er dann wenig überraschend fest: ein gescheiter Laufrucksack hat auch vorne Taschen. So wie es Nathan oder Ultimate Direction schon seit einiger Zeit vormachen. Gerne auch am Hüftgurt, und da auch seitlich. Obacht, die Ellenbogen brauchen Platz um vorbeizuschwingen, und zwar auch dann, wenn die Taschen prall gefüllt sind. Derleit Gedanken sollten zwar selbstverständlich sein, aber die Erfahrung zeigt, dass man besser darauf hinweist.

Ich möchte eine weitere Anregung geben: macht Taschen auf die Schultern, mit der Öffnung nach vorne. Ich habe vor einigen Jahren welche nachgerüstet, meine Handschuhe reisten prima im Obergeschoss. Einfach hinein- und herauszunehmen. Außerdem wäre dort noch Platz für Schlaufen, die eine kleine Lampe aufnehmen falls die Stirnlampe aus irgendeinem Grund keine Alternative ist. Oder wenn sie frische Batterien braucht.
Ich fand diesen Ort jedenfalls super.

Eine zusammengerollte Picknickdecke für die zünftige Gipfelrast findet dann umso mehr Platz im Hauptfach auf dem Rücken.

Sie passt gut zum rot-weiß-karierten Laufshirt.