Esmeralda

Obgleich sie augenfällig auf Obst und Gemüse prangen, fallen sie kaum auf. Ich rede von diesen Aufklebern, wie sie zum Beispiel auf Äpfeln zu finden sind. Natürlich sieht man sie – wer hat außerdem schon Lust, sich ein solches Objekt zwischen den Zähnen herauszupulen? Dennoch bleiben sie unwahrgenommen in ihrer Ausprägung, werden anonym als einer dieser Aufkleber vor dem Verzehr des süßen Apfels entfernt, wobei es sich schon um die glücklicheren dieser Etiketten handelt, denn zu schälende Früchte zeichnen sich eben durch das Entfernen der Schale aus. Wen interessiert da schon das bunte Etwas, das mitsamt der Schale, das Ansinnen getrennter Entsorgung missachtend, achtlos entsorgt wird?
Und wer glaubt eigentlich, diese würde jemanden kümmern? Es muss ja Menschen geben, die davon ausgehen, wozu würde man sich sonst wohl die Mühe machen, Obst dergestalt zu verzieren? Gerade heute, wo doch überall gespart wird, kann man sich solchen Aufwand doch schenken, oder?

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Besser bauen, schöner leben.

Die Dame an der Rezeption strahlt mich an: „Sie finden Ihr Zimmer im ersten Stock, der Aufzug ist gleich dort drüben.“. Meine Frage nach der Treppe lässt ihre eben noch so warmherzige Mimik derart plötzlich einfrieren, dass ich verstehe, was mit „Schockfrosten“ gemeint ist. Habe ich etwas falsches gesagt?

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Mein Auto ist ein hysterischer Beifahrer

Nachdem ich seit Kurzem mit einem neuen fahrbaren Untersatz unterwegs bin – wirklich neu, bislang war ich üblicherweise mit alten Karren unterwegs, die ich fuhr, bis sie auseinanderfielen, fallen mir Eigenschaften an ihm auf, die mein alter nicht hatte. Der kommunizierte zwar hie und da mit mir, war aber bei weitem nicht so verbos wie der Neue. Und er vermochte zu bestimmten Themen zu schweigen…

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Kehrtwendung oder keine – und das Onoff’sche Dilemma

Ich hatte schon über das Thema (Klamotten-) und andere Käufe geschrieben, mich dabei negativ über den stationären Handel ausgelassen. An dieser meiner Einschätzung hat sich nur wenig geändert, hinzu kommt aber, dass auch „Online“ wahrlich nicht alles Gold ist, was sowieso nie wirklich geglänzt hat.

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