Mit Borsten!

Als Läufling erleidet man bisweilen ein Zipperlein, besonders bei lange nicht praktizierten Praktiken. Therapie einfacher Fälle ist Routine, und doch lässt sie sich verbessern.

Als Läufling erleidet man bisweilen ein Zipperlein, besonders bei lange nicht praktizierten Praktiken. Therapie einfacher Fälle ist Routine, und doch lässt sie sich verbessern.

Was war geschehen? Nach einem kürzlich genossenen Trainingslauf zeigte sich, dass der Ansatz meiner Achillessehne aus irgendeinem Grunde verärgert war. Schleimbeutel nicht schleimig genug? Tempo ungewohnt hoch? Was auch immer: der Ansatz schmerzte leicht. Wie man das so kennt, tat er das nach dem Aufstehen besonders gerne, leichte Bewegung beruhigte das System wieder.

Kurz bei Herrn Vonhof nachgeschlagen (ich mache an dieser Stelle leichten Herzens und voller Überzeugung nochmal auf sein Buch „Fixing Your Feet“ aufmerksam, von mir hier rezensiert), hat sich meine Vermutung „irgendwas mit Schleimbeutel“ bestätigt.

Damit war die Behandlung auch klar, Einreiben mit VoltarenIbutopMobilat, möglichst kein Tempotraining (habe ich Seilhüpfen auf der Tabuliste stehen? Sollte ich auch tun), und nach ein paar Tagen ist alles wieder gut.

So weit, so gut.

Jedoch: wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.

Nach diesem Motto schlug eines der in All umherirrenden Inspirationspartikel in mein Hirn ein, dortselbst eine Spur der Beglückung hinterlassend.
Wenn, so ließ es mich denken, Sehnenansätze schlecht durchblutet sind, und ein Mehr an Blut die Heilung fördert, sollte künstlich verstärkte Durchblutung die ganze Geschichte beschleunigen.

Flugs griff ich zur Zahnbürste, mit deren Hilfe ich das VoltarenIbutopMobilat zweimal täglich einmassierte. In teils kreisenden Bewegungen, teils zärtlich längs jener Sehne, die den einzigen Schwachpunkt des griechischen Helden darstellte.

Subjektiv gesehen war’s erstens recht angenehm, zweitens schien mir die Genesung in der Tat schneller voranzuschreiten, denn drei Tage später war’s weg.

Mein Tipp zum Schluss: nehmt entweder eine alte Zahnbürste – oder nicht eure eigene…

10 Gedanken zu „Mit Borsten!“

  1. Zum Glück hat es sich wie auch immer schnell wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Den Tipp mit dem Bürstchen habe ich notiert. Man kann ja nie wissen! Dann frohes Weiterlaufen.

  2. Genial !

    Bin immer wieder äußerst überrascht ob deiner verborgenen Qualitäten, mit denen du bei Bedarf ohne ärztliche Versorgung, heilenden Händen, Tipps und Tricks einen temporären körperlichen Missstand in Wohlgefallen auflösen kannst.

    Wie gut, dass ich derlei Probleme noch nie hatte, derzeit gut auf weitere verzichten kann.

    Danke für die selbstlose Weitergabe deiner hilfreichen Erkenntnisse. 😎

    1. Sei bedankt, ein Lob aus deiner Tastatur wiegt besonders schwer, spricht aus ihm doch die Erfahrung von -zigtausend Kilometern.
      Und wie heisst es doch so schön: selbst ist der Mann!

      Wobei ich mich für jeden freue, der solcherlei Maßnahmen nicht braucht. 😉

      Wie geht es eigentlich deinem Hax’n?

      1. Danke der Nachfrage
        das kannst DU bald auf MEINER Seite lesen
        so du möchtest 😎

        Wobei das Wort Hax’n
        für meinen zarten Fuß doch sehr unpassend erscheint ! 😉

  3. Ein Buch
    Ein Schmerzgel
    Eine Zahnbürste
    Was will uns der Autor damit sagen?
    Kauf mich?
    Oder: Ordentlich Schmerzgel auf die Zahnbürste und damit das Buch solange schrubben, bis der Arm schmerzt und das Aua in den Beinen nicht mehr relevant ist.

  4. Lieber Harald,

    ein guter Tipp! sollte ich mal mit der Achillessehne Probleme haben nehme ich nicht meine eigene Zahnbürste… 😉
    Ich hoffe dass deine Achillessehne wieder ganz in Ordnung ist !!

    Liebe Grüße Anna

    1. Liebe Anna,

      danke – ich hoffe, du wirst den Tipp nicht nötig haben 😉
      Meine Sehne ist tatsächlich wieder fit!

      Liebe Grüße,
      Harald

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