Läuflings Lebensfragen (4)

km 42,1: last chance to quit
Läuflings Lebensfragen (4)

Zugegeben: nur wenige Läuflinge werden im entrückten Zustand, kurz vor dem Zieleinlauf, offen sein für ein philosophisches Gespräch. „Muss man das unbedingt ganz zum Ende laufen?“ Diese Frage muss endlich einmal gestellt werden! Nein, muss man nicht. Es gibt immer eine Chance.

4 Gedanken zu „Läuflings Lebensfragen (4)“

    1. Ich muss nicht, aber ich will.

      Mir fehlt die Souveränität, um kurz vor dem Ziel zu sagen „mir genügt, wenn ich die Strecke gelaufen bin. Intrinsischer Triumph, sozusagen“.
      Der Gipfel der Arroganz wäre, einen der größeren Ultras (nicht) zu finishen. Etwa sich beim Spartathlon von König Leonidas‘ Statue abwenden mit den Worten „Ich bin kein Monarchist, ich küsse nicht die Statue eines Königs“.
      Oder beim UTMB einen Meter vor der Ziellinie über’s Drängelgitter hüpfen: „Die Farbe der Finisherweste steht mir eh‘ nicht“.

      Weichei? Wahrlich nicht. Wir Meister der Prophylaxe sowieso nicht. 🙂

  1. Stellt sich eine solche Frage allen Ernstes kurz vor dem Zieleinlauf? Ich hatte ja noch nicht so viele (erst 1 1/2), daher kann ich da (noch) nicht mitreden.

    Natürlich hat man immer eine Chance.
    Aber wenn man doch schon mal da ist… kann man doch auch zu Ende laufen, oder?
    Oder wie heisst es gerne ab km 30 oder so bei einem Marathon auf den Schildern der Zuschauer?
    „Umdrehen wär jetzt auch blöd“.

    🙂

    1. Sagen wir’s mal so: ich habe mir die Frage noch nicht gestellt, kenne auch keinen. Genau deswegen stell‘ ich sie hier im Blog 🙂
      Das Schild kenne ich auch. Eric Tuerlings, der den Keufelskopf Ultra veranstaltet, hat etliche solcher Spruchtafeln an der Strecke. Zwei km vor dem Ziel „Ist wie Urlaub, nur mit Schmerzen“.

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