Craft of Sweden Zero Extreme Zip Turtleneck

Craft Zero Extreme

Craft Zero Extreme Zip Turtleneck


Wann immer mir der Name “Craft of Sweden” begegnet, erinnere ich mich an ein Buch, in dem auf das damals neue Zwiebelschalenprinzip geworben wurde. Wer hat’s erfunden? Wahrscheinlich irgendein Mensch vor zweihundert Jahren. Werblich genutzt, und konsequent eine Produktphilosphie darauf aufgebaut hat es als eines der ersten Unternehmen – richtig, Craft of Sweden, dunnemals in den 1970er Jahren. Zwischenzeitlich firmiert man als Craft of Scandinavia und konzentriert sich auf Ausdauersportarten wie Langlauf, Radfahren und eben Laufen. Für jede Schicht gibt es mehrere Produktlinien, die, wer hätt’s gedacht, unterschiedliche Marktsegmente, vulgo: Preiskategorien, ansprechen.
Die Active Extreme Reihe (anderswo Zero Extreme, ich komme etwas durcheinander, wenn das Zeug bei verschiedenem Namen gleich ausschaut) sieht Craft als Baselayer, welches direkt auf der Haut getragen wird.

Beschreibung
Craft of Sweden Zero Extreme Zip Turtleneck
Das Shirt besteht außen aus Thermolite Hohlfasern (Fasern mit hohlem Luftraum) zur Wärmedämmung, innnen sorgt Hexachannel Coolmax® Extreme innen für Kühlung und den Abtransport von Feuchtigkeit. Ein hoher Kragen schützt den Hals, er wird durch einen recht weit nach unten reichenden Reißverschluss ergänzt.
Gewicht: 130 g (Größe M, gewogen)

Test
Erster Eindruck
Craft Baselayer sind eng, meine anderen aus der “Zero”-Serie (Ohne Extreme) musste ich in Größe L kaufen, weil ich bei M das Gefühl hatte, eingeschnürt zu sein. Nun also ein Zero Extreme testweise in M. Siehe da, das Material ist in alle Richtungen sehr elastisch, es ist eng, fühlt sich jedoch super an; keine Spur von Eingeengtsein. Zudem ist es Craft gelungen, in Puncto Weichheit Maßstäbe zu setzen. Gefällt mir noch besser als die so schon sehr weichen Zeros. Der Kragen liegt gut an, ohne eng zu sein. Ich mag hohe Kragen, sofern ein Reißverschluss dabei ist denn, mit einem niedrigen Kragen greife ich, wenn es kalt ist, letzten Endes doch immer zum zusätzlichen Buff. Also bittschön einen hohen Kragen mit RV.

Laufen kalt
Bedingungen: zwischen 8 und 14°C, bedeckt, leichter Wind, trocken
Drüber: anfangs ein dünnes Longsleeve ohne Kragen, welches ich im späteren Verlauf auszog.
Ich trug das Zero Extreme (…) beim Bienwald Marathon im März. Und wenn es ein einziges Kriterium geben soll, anhand dessen ich Kleidung bewerte, es würde heißen: “merke ich, dass ich etwas anhabe?”. Konkret bedeutet das: kein Frieren oder Schwitzen, es zwickt nicht, kratzt nicht… Und dieses in einem möglichst breiten Klimabereich.
Nein, ich habe das Craft nicht gespürt. Zu Beginn, speziell noch vor dem Lauf, war es etwas frisch in den beiden dünnen Leibchen, naturgemäß gab sich das, als ich in Bewegung war. Ich konnte das sicherheitshalber übergeworfene Longsleeve nach kurzer Zeit ausziehen, und konnte somit “nur” Craft erfahren. Weder fror ich, noch wurde es im späteren Lerlauf, als die Temperaturen leicht anstiegen, unangenehm warm. Mit dem langen Reißverschluss ist es ein Leichtes, sich Temperaturschwankungen und den Wünschen des Körpers anzupassen. Kühl –> Rollkragen, Warm –> Decolleté. Oder halt irgendwas dazwischen. Zugegeben waren die Bedingungen so, dass keine allzu hohen Anforderungen an das Shirt gestellt wurden. Trotzdem glaube ich nicht, dass ich mein “Urteil” revidieren muss, denn letztlich geht es in der Hauptsache um den Tragekomfort, wenn man sich bei der Kleidungswahl nicht völlig vertut. Was dann wiederum zu Lasten des Läuflings geht.

In jedem Fall will ich das Teil noch bei wärmerem Wetter ausprobieren, und natürlich im Winter im Zusammenspiel mit weiteren Schichten. Fortsetzung folgt also.

Fazit
Superbequemens Laufshirt mit breitem Einsatzfeld.

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